do you have a photograph …

( 3.KW – 12. bis 18. Januar 2015)

Hast du eine Fotografie von damals, Studentenclub 4als Du noch in der Schule warst? Warst Du glücklich in dieser Zeit?

So singt Melanie auf ihrem Album „Photograph“ von 1976 mit wunderbarer Stimme. Und sie singt: Die Lieder die Du einst gesungen hast, sind die, die Dich zum Weinen bringen.  Mir geht es manchmal so. Ich schaue mir alte Fotos an, erinnere mich an Weggefährten – und die Lieder, die ich einst gesungen habe.

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HAINDLING – eine Reise bis Regensburg für ein tolles Konzert

DSC_0183Hans-Jürgen Buchner ist unlängst 70 Jahre alt geworden. Das hat ihn aber nicht davon abgehalten, in Regensburg ein wunderbares Konzert mit seiner Band Haindling (der Name leitet sich vom Wohnort Buchners ab, der zur niederbayrischen Stadt Geiselhöring gehört) zu veranstalten. Meine Frau und ich haben uns seit Monaten darauf gefreut und den weiten Weg auf uns genommen.

Haindling

Denn in unseren Gefilden gibt es ganz selten Auftritte von Haindling. Die genialen ironischen Kommentare zum ‚Mir-san-mir‘-Bayerntum“, ihre einzigartige Verflechtung von Pop mit Einschlägen von Jazz und bayerischer Volksmusik, mit exotischen Instrumenten und Einflüssen von afrikanischen, tibetischen und chinesischen Klangwelten  einmal live zu erleben – einfach toll!

Und das alles mit ganz viel Spaß, Lebensfreude und einem permanenten Augenzwinkern. Wer neugierig ist, gern einmal seinen musikalischen Horizont erweitern möchte: Lasst Euch Haindling empfehlen!

Ich bin auch nicht Charlie

( 2.KW – 5. bis 11. Januar 2015)

Was für eine Woche! Tucholsky wird 125 Jahre alt und Paris ist geschockt vom Terror. Wie schon bei den Anschlägen auf das World Trade Center sitze ich vor den Fernsehbildern und kann es nicht fassen, wie manche Menschen ticken.

RTL wirbt für eine neue Staffel von „Ich bin ein Star – holt mich hier `raus.“ Ich weiß nicht so recht, welche Meldung mich mehr betrüben soll.  Diese oder „Der Drogenhandel in Berlin floriert wie nie“, wie die MAZ mich wissen lässt. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich sagen, sich das Gehirn mit RTL zu verunreinigen ist zumindest billiger als mit Drogen, aber es ist wie gesagt, zu traurig.

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Alle Jahre wieder…

( 1.KW – 1. bis 4. Januar 2015)

… dasselbe Spiel. Silvesterböller werden in die Luft gejagt und mit einem Gläschen Sekt das neue Jahr begrüßt. Jedenfalls wenn man wie ich zu denen zählt, die mit den Jahren ausgeglichener geworden sind und sich nicht sinnlos betrinken oder hunderte von €uro in den Himmel ballern müssen – als schere sich das neue Jahr darum. Das alte hat es auch nicht getan – ein Jahr voller Kriege und Krisen.

Gleich zu Beginn den neuen Jahres hatte ich eine interessante kleine Diskussion. Interessant wie gesagt, nicht unbedingt schön.  Ich fühlte mich am Ende, das ich ziemlich schnell herbeiführte (feststellen, dass ein Dialog – ein Diskurs gar – nicht zustande kommt – aussteigen!) nicht gut. Der Jahreswechsel, ohnehin nur ein vom Menschen festgelegter Zeitpunkt, hat also nicht dazu geführt, dass Dummheit, Intoleranz, Plattheit…. plötzlich verschwunden sind. Schade eigentlich. Aber andererseits bot dieser kleine Wortwechsel auch wieder einiges an Stoff für meine Blog-Überlegungen, ich werde ihn entsprechend verarbeiten.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes Jahr mit vielen interessanten Begegnungen und wenigstens einigen erbaulichen darunter!

City unplugged – ein wunderbares Konzerterlebnis

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City gab sich im Theater Stendal die Ehre. Und ich habe mit meiner Frau kurzentschlossen die Chance wahrgenommen, schließlich kommt ein gemeinsamer freier Freitagabend selten genug vor. Und wenn City im März ins Brandenburger Theater kommt, können wir nicht.  Also ab nach Stendal. Wir haben es nicht bereut, es war ein sehr gutes Konzert.

City spielt nicht nur „Sag mir wo die Blumen sind“ – das kennt man ja schon – sondern auch „Sind so kleine Hände“ von Bettina Wegner, „Was wollen wir trinken“ von den BOTS und „Death Car“ von Iggy Pop und Goran Bregovic, das ist schon Klasse! Georgi Gogow, der „Held vom Balkan“, wie Toni Krahl ihn nennt, ist in bester Spiellaune und Fritz Puppels Gitarre, der Schlagzeuger Klaus Selmke und Manfred Hennig an den Keybords harmonieren hervorragend. Toni plaudert gut gelaunt mit dem Publikum, für mich macht die Band einen gereiften und dennoch frischen Eindruck. Die Dramaturgie ist sehr gelungen, große Hits wie „Casablanca“, „Wand an Wand“ und natürlich als krönenden Abschluß „Am Fenster“ bilden mit neuen Stücken eine homogene Einheit – beeindruckend. Und mit „Tamara“ legen sie eine grandiose Liebeserklärung für die die viel zu früh verstorbene Silly – Frontfrau vor – ganz großes Kino!

Es war ein toller Abend, ich kann den Besuch des Konzertes nur wärmstens empfehlen!

Franks Beatkiste – Sendung Nr. 15 vom 28.12.2014

Ein Rückblick auf immerhin schon 14 Ausgaben meiner Beatkiste mit Musikbeispielen aus jeder Sendung. Da kommt schon ganz schön `was zusammen. Beginnend vom kultigen „Sagen meine Tanten“ über „Cäsars Blues“, Liveaufnahmen, Ungarn-Rock und die großartige „people get ready“ – Version mit Danz und Kilian bis hin zur höchst selten gespielten englischen „Am Fenster“ – Aufnahme von City. Es lohnt sich wieder. Ich freue mich auf Euer Feedback.

Im nächsten Jahr wird es Studiogäste in der Beatkiste geben, Amateurmusiker der Achtziger Jahre aus Brandenburg an der Havel werden sich erinnern und die aktiven Musiker vom Trio S. haben sich auch angesagt. Ich möchte gern die Macher der Ausstellung „Ost-Cola“ zu Wort kommen lassen und hoffe, sie geben sich die Ehre bei mir. Also bleibt gespannt und rutscht gut `rein!

Heut fühl ich mich wie ein Unicum…

( 52. KW – 22. bis 28.Dezember 2014)

 1790 bietet der kaiserliche Hof- und Leibarzt Dr. Zwack Josef II., dem römisch-deutschen Kaiser und König von Ungarn erstmals einen Schluck von seinem Kräuter-Heiltrank an. Daraufhin soll dieser ausgerufen haben: „Das ist ein Unicum!“ Dies war  der Beginn der Unicum – Karriere, die zur Bescherung 2014 in meinem Wohnzimmer ihren aktuellen Höhepunkt erlebte, denn meine Tochter überreichte mir eine Flasche nebst dazugehörigen Gläsern. Unicum

Unicum ist einfach Kult.  Das bekannteste Motiv von Unicum ist der Mann im Wasser, dieses erfolgreichste Zwack Werbeplakat aller Zeiten von Viktor Pachl steht als allgemein bekanntes Werbe-Sinnbild für den aus über vierzig Kräutern destillierten Likör. Die geheime Rezeptur ist seit 1790 unverändert und auch nach sechs Generationen immer noch im Besitz der Familie Zwack.

Ich bin gleich an meinen Plattenschrank gerannt, denn ich wollte zeigen, woher ich das Bild noch kenne, von einem Plattencover natürlich.

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Es rappelt in der Kiste…

( 51. KW – 15. bis 21. Dezember 2014)

… wenn ich durch diese, meine Stadt radele. Ich tue das keinesfalls nur aus ökologischen Gründen, sondern auch um Zeit zu sparen. Denn mit dem Auto kurvt man sich blöde in dieser Stadt und zu bestimmten Zeiten steht man in diversen Staus. Da ist Brandenburg 4.0M DigitalCAMkeinesfalls provinziell, sondern sorgt mit konsequenter „Verkehrsplanung“ dafür, dass selbst an Orten mit ausreichend Platz bei Neubau schöne Nadelöre entstehen. Man sehe sich den Nikolaiplatz an – sehr gelungen!

Fahrrad also. Als Alternative für den Weihnachtsmann wegen Schneemangels allerdings völlig ungeeignet, er würde alle Geschenke verlieren, denn wie gesagt rappelt es ungemein. Dazu kommen plötzlich verschwindende Radwege, das Benutzen als lebende Knautschzone, Bordsteine und Schienen, die jede Unaufmerksamkeit mit Sturzgefahr belohnen.

Deshalb hier mein Vorschlag: Machen wir es wie die Franzosen, die explizit darauf hinweisen, dass es rappelt. In Brandenburg an der Havel gäbe es fürwahr reichlich Grund, auf diese Weise auf den Straßenzustand hinzuweisen – so wie auf diesem Foto aus Paris.

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Arthur – beschütze mich vor Einkreisung und anderem Ungemach!

( 50. KW – 8. bis 14. Dezember 2014)

Er beschützt meinen Morgenkaffee – Arthur der Engel.  Vielleicht kennt der Eine oder Andere ihn noch, diesen sympathischen Schutzengel aus Ungarn. Mit großen Augen saß ich vor der Glotze – zu einer Zeit, als Trickfilme nicht „Animès“ waren, es noch eine Mittgspause im Fernsehen gab und einen Sendeschluss.

Zu dieser Zeit war zwei/drei Mal die Woche Trickfilmzeit, in der es neben Lolek und Bolek oder Hase und Wolf eben auch jenen kleinen Engel gab, der meinen Morgenkaffee beschützt, seit ich ihn auf dem Weihnachtsmarkt erstanden habe. Der Verkäufer kannte die Figur nicht mal, die da zwischen Räuchermännchen und Kerzen-Kitsch stand, ich aber war hocherfreut.

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