Alle Beiträge von Frank Gerstmann

Franks Beatkiste – meine Radiosendung

radiosendung wird produziert

Meine eigene Radiosendung läuft seit August 2013 jeden letzten Sonntag auf www.nb-radiotreff.de »»» und seit Januar 2018 auf www.alex-berlin.de

“Franks Beatkiste” – eine knappe Stunde Ost-Beatmusik, von mir ausgewählt, vorgestellt und mit biografischer Würze präsentiert.

Zu allen Sendungen findet Ihr hier Sendedaten und einen Text zum Inhalt. Wer ältere Sendungen hören möchte – einfach bei mir melden! Über WE-Transfer kann ich Sie Euch zur Verfügung stellen. Viel Spaß beim Hören!

Photo: © Jacqueline Steiner

Beatkiste Nr.62 – am 12.12. auf ALEX Berlin, am 30.12. auf nb-radiotreff.de

Karussell – die Zweite

Franks Beatkiste 62 beschäftigt sich mit der Band Karussell, die seit 2007 wieder aktiv ist und in diesem Jahr ein neues Album aufgenommen hat. Den Sänger Joe Raschke habe ich am Rande eines Konzertes in Schönebeck gesprochen, wir hören in die aktuelle Musik der Band hinein, nachdem ich vor einem Jahr mit der Ausgabe 46 eine Beatkiste zur Geschichte der Band in den 70ger und 80ger Jahren gemacht hatte.

Freut Euch auf erstaunlich gute neue Musik einer der großen Ostbeat-Bands.

Franks Beatkiste Nr. 61 am 14.11., 15 Uhr auf ALEX Berlin & am 18.11, 17 Uhr auf nb-radiotreff.de

25 Jahre Clogs

Am 20.10. feierte die Potsdamer Band „Clogs“ ihr 25,jähriges Jubiläum mit einem Konzert in Bahnhof Pirschheide. Sänger „Bieli“ und Keyborder „Eiche“ haben mir etwas zu Ihrer Beziehung zum Ostbeat, zu ihren musikalischen Wurzeln und natürlich auch zur Band Clogs erzählt. Freut Euch auf Teile des Interviews, mit der absolut partytauglichen Clogs-Mugge und mit Ostbeat-Erinnerungsstücken der Beiden garniert. 

Beatkiste Nr. 60 vom 17.10.,15:00 Uhr (Alex Berlin) und 31.10.,17:00 Uhr (nb-radiotreff)

RENFT – Legenden sterben nie !

RENFT wird 60 – oder wahlweise auch 50, je nachdem ob man die Gründung der Butlers oder der Klaus-Renft-Combo als Beginn wertet. Die Gruppe Renft jedenfalls ist der Inbegriff des Ostbeat, die Gruppe, die am exemplarischsten für die Geschichte des Beat in der DDR steht. Hervorgegangen aus den Butlers, unzählige Male mit Auftrittsverboten belegt, Anfang der Siebziger die Gruppe mit den unbequemsten Texten, mit einer eigenständigen grandiosen Rockmusik, die 1974 in einer zweiten LP gipfelte, die für mich zu den besten LP aller Zeiten gehört. Dann  1975 zerschlagen und totgeschwiegen, einige Musiker eingesperrt und in den Westen abgeschoben.

2016 habe ich anlässlich eines Auftritts beim Dorfrock in Schmadebeck und der Sonderausstellung  im Ostrockmuseum Kröpelin schon einmal eine Renft – Sondersendung produziert. Nun anlässlich der aktuellen Tour zum 60`ten wieder mein ganz subjektiver Blick auf die Gruppe.

Los geht es mit meinen ersten Begegnungen mit der Klaus Renft Combo, mit Pannach und Kunert blicken wir dann in die Zeit, als die beiden, nach der Abschiebung nach Westberlin als Duo auftraten und hören ihre Version von Liebe und Zorn. Wir hören in die 99`ger CD „Als ob nichts gewesen wär“ `rein, nach 25 Jahren die dritte reguläre RENFT – Scheibe. Der Höhepunkt ist Musik von der aktuellen Besetzung, mit Monster, Delle Kriese, Pitti Piatkowski und Markus Schloussen – kraftvoller Rock der Extraklasse.

Unbedingt dabei sein! Euer Frank Gerstmann alias DJ „ton-art“.

Beatkiste Nr. 59 – auf ALEX Berlin am 19.09.2018, 15:00 Uhr ; auf nb-radiotreff am 30.09.2018, 17:00 Uhr

Die Erinnerung und Neuabmischung einer Sendung vom September 2014, die aus dem Rahmen fällt – soweit das überhaupt geht, ist doch jede Beatkiste ein unverwechselbares Original!

Cover Versionen – Nr.1

Es geht heute nicht um den Original-Ostbeat, sondern um „Cover Versionen“. Oft keine Interpretationen in eigenem Stil, was eine gute Cover-Version ja ausmacht, sondern der zuweilen arg missglückte Versuch eines Nachspielens, also Kopierens. Ich habe in meiner Plattensammlung gekramt und solche grausame Versionen ausgegraben, aber auch einige gut gemachte Interpretationen von internationalen Songs . Es lohnt sich! So könnt ihr z.B. eine furchtbare Version des Stones-Klassikers „paint it black“ hören, gesungen – oder besser gejodelt – von der goldenen Stimme aus Prag. Oder die „hell raiser“ – Version der Puhdys, an diese Single wird sich so mancher erinnern. Zu den gelungenen Beispielen zählt sicher eine Version von „people get ready“, die Tamara Danz mit Mike Kilian singt – wirklich toll.

Aber auch Ostsongs wurden zuweilen gecovert – „Über 7 Brücken“ ist eines der bekanntesten Beispiele. Auch eine interessante Version von Bieges „Annabell“, interpretiert von Stefan Stoppok ist zu hören.

Auf alle Fälle eine lohnende Sendung, erstmals bei ALEX zu hören und nach 4 Jahren in aufgefrischter Form wieder einmal bei nb-radiotreff.

Ich würde mich über Feedback freuen!

Verlorene Räume…

… stand an der Wand eines Raumes, den es heute nicht mehr gibt. Ich war gestern in Potsdam und habe den Abriss der ehemaligen Fachhochschule miterlebt, es war schon ein komisches Gefühl. Ich habe dort von 2001 bis 2004 studiert, berufsbegleitend. Es war eine spannende, schöne Zeit und ich habe den Prozess des Kampfes um das alte Gebäude bzw. um den Abriss des Gebäudes in den letzten Jahren verfolgt. „Verlorene Räume“ stimmt so gesehen schon, aber in unserer Erinnerung bleiben sie doch erhalten. Und ich habe gute Erinnerungen.

 

 

 

 

 

 

 

Es gingen mir viele Gedanken durch den Kopf, als ich zugesehen habe, wie der Abrissbagger das Gebäude platt machte. So zum Thema Wandel, Erneuerung, aber auch Erinnerung, Bewahrung von Altem… am Ende steht die Frage: Was bleibt? Muss wohl jeder für sich beantworten. Ich war froh, gestern noch rechtzeitig dort gewesen zu sein, ein paar Fotos gemacht zu haben und bin nun neugierig, wie der Platz sich entwickeln wird. Das Leben ist Veränderung.

Beatkiste Nr. 57 vom 29.07.2018

Klosterbrüder/Magdeburg – eine Ostbeat – Legende

Die Klosterbrüder waren zu Gast beim Dorfrock in Schmadebeck – ich war dabei und habe am nächsten Morgen mit den Jungs im Ostrockmuseum Kröpelin gesprochen. In der Beatkiste 57 geht es um die wechselvolle Geschichte der Band, um bleibende hervorragende Songs – wie gewohnt aus dem subjektiven Blick von mir, der ich unter anderem mit der Musik der Klosterbrüder/Magdeburg groß geworden bin.

Erinnert Euch an diese tollen Songs oder seid neugierig auf diese Musik und die Bandgeschichte, falls Ihr sie noch nicht kennt. Es lohnt sich.

Im Interview mit Hans Joachim Kneis und Dietrich Kessler, unterstütz vom Bassisten. Mit dabei unser Gastgeber Rüdiger Kropp vom Ostrockmuseum Kröpelin.

Besinnung…

… so ein Titel der legendären Gruppe RENFT – zu finden auf ihrer LP von 1974. Besinnung – etwas, woran ich des Öfteren denken muss, zunehmend in den letzten Jahren. Vielleicht einfach aufgrund des Alters, der Erfahrungen, der vielen vergeblichen Versuche etwas zu ändern, oder auch der vielen erfolgreichen.

Persönliche Veränderung, wenn sie für mich bedeutsam und nachhaltig war, wenn sie kein Resultat meiner passiven Rolle als Objekt der Umstände, sondern meiner Rolle als Subjekt war, war immer etwas zäh Errungenes, mit Geduld und Bedacht, Ausdauer und einer gewissen Sturheit. Und immer gepaart mit Selbstbewusstsein in seinem eigentlichen Wortsinn, also sich seiner selbst bewusst sein. Sich – und das hat immer nur funktioniert in einem Akt der Besinnung – in Beziehung zu seiner Umwelt zu betrachten, seine Stellung im Gefüge zu rekapitulieren und sich seiner Wünsche, Werte, Bedürfnisse, Träume, heimlicher Begierden, der dunklen Triebe und der reinen Süchte zu erinnern, das alles irgendwie an die Oberfläche zu holen und wenigsten kurzzeitig klar zu sehen. Klappt manchmal. Dann weißt Du plötzlich genau was zu tun ist, um die eine große Sache zu ändern, die in dem Moment das Allerwichtigste für Dich ist.

So schon einige Male geschehen. Das Ergebnis von Besinnung. Eine Technik, wenn man so will, die ich nur empfehlen kann. Besinnt Euch – wenigstens ab und zu!

18.07.2018 – Danke, Erardo

Heute hätte mein 2 Jahre älterer Bruder Bert Geburtstag. Er ist tot. Mein anderer Bruder Fred starb vor 17 Jahren – an Krebs.  Übermorgen hat seine Frau, meine Schwägerin Geburtstag – sie hat Krebs im Endstadium. Der Sensenmann ist unerbittlich.

Gestern ist Erardo gestorben. Ich hatte nicht sehr oft mit ihm zu tun, aber jede Begegnung und jede gemeinsame Unternehmung war etwas Besonderes.

Wir haben uns trefflich über die Niederungen der Kommunalpolitik, über unsere Plattensammlungen, über Musik unterhalten. Ein Mann, der trotz seines gesellschaftlichen Ranges so herzenswarm und menschlich war. Das gemeinsame Musikauflegen im Fonte vor 10 Jahren war ein großer Spaß, die Auswahl als Musiker für ein Familienfest eine große Ehre. Als ich auf einem Trödelmarkt eine Schallplatte von Degenhard erstanden habe, die ich ihm zum Geburtstag schenkte, habe ich mich ein halbes Jahr lang darauf gefreut. Danke, lieber Erardo, dass ich Dich kennen durfte. In meiner nächsten Radiosendung wird es einen Erinnerungssong für Dich geben.

F.Gerstmann